Nov
22
Handytarife
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Die technologische Revolution auf dem Handymarkt
In der Vergangenheit war es einfach, sich einen Handytarif auszusuchen. Als die Mobiltelefone ihren Siegeszug begannen, waren es tatsächlich nur Telefone im Wortsinn. Selbst der Durchbruch der SMS ließ damals noch einige Zeit auf sich warten. Doch die technologische Entwicklung schritt rasend voran. Inzwischen sind die Mobiltelefone zu Smartphones mutiert, die auch im Internet surfen können und ihren Benutzern technische Möglichkeiten bieten, die vor zehn bis 15 Jahren noch als Science Fiction gegolten hätten. So ist es in heutiger Zeit beispielsweise Standard, dass ein Smartphone auch eine Kamera und einen Musikspieler enthält. Über Cloud-Systeme können wichtige Daten vom Smartphone auf einen Tablet-PC oder einen Computer geschoben werden. Zudem funktioniert das kluge Telefon noch als Terminkalendar, Stauwarner und Spielekonsole. Diese zahlreichen Möglichkeiten haben eine Weiterentwicklung der unterschiedlichen Handytarife nötig gemacht, wobei insgesamt die ursprüngliche Unterscheidung zwischen Prepaid- und Vertragsmodellen geblieben ist.
Handytarife: Die neuen Prepaid-Angebote
Insbesondere die Erfinder der Prepaid-Tarife hatten mit den neuen technischen Möglichkeiten der Smartphones zu kämpfen. Prepaid ist die englische Bezeichnung für „Guthaben“. Dies bedeutet, das Modell kommt eigentlich ohne jede Vertragsbindung aus. Man kauft ein Guthaben und „lädt“ sein Handy auf. Anschließend kann man es durch die Telefonie und das Versenden von SMS verbrauchen. Der Trend ging in den letzten Jahren dahin, dass die Anbieter nicht mehr nach unterschiedlichen Netzen unterschieden und generell für eine Minute Telefonie einen einheitlichen Preis verlangten. Zumeist wird die Summe auch für das Versenden einer SMS verlangt. Diese Regelungen sind nur auf Deutschland beschränkt. Wer ins Ausland telefoniert oder textet, der zahlt mehr. Doch das Internet stellte ein Problem da. Bei Prepaid-Modellen wird das Guthaben nach dem umgesetzten Datenvolumen reduziert. Doch: Wie viel Datenvolumen setzt man um, wenn man sich eine Website ansieht oder eine App herunterlädt? Die Nachvollziehbarkeit der Kosten wurde so sehr schwierig. Viele Anbieter offerieren deshalb zusätzlich zum Prepaid-Angebot eine zusätzliche Datenflatrate, die jeweils zum Monatsende gekündigt werden kann.
Handytarife: Die Vertragsmodelle
Die Flatrate stellt jedoch eine Form der Vertragsbindung dar. Generell haben Verträge durch die Smartphones einen riesigen Zulauf erhalten. Insbesondere die Flatrates sind beliebter denn je. Dabei handelt es sich um Fixpreise, die es einem erlauben, für die ausgehandelte Summe eine Funktion (Telefonie, Internet, SMS) unbegrenzt häufig zu verwenden. Allerdings muss bei der Internet-Flatrate eine Einschränkung gemacht werden. Der volle Speed des Handynetzes kann nur bis zu einem bestimmten Datenvolumen genutzt werden. Ist die Grenze erreicht, reduziert sich der Surfspeed und wird erst zum Folgemonat wieder normal. Zumeist bieten die Anbieter Tarife an, die eine Mischung aus Flatrates und Paketen vorsehen: Für einen bestimmten Betrag kann man beispielsweise grenzenlos im Netz surfen und SMS schreiben sowie 150 Minuten in alle Netze telefonieren. Wenn man mehr telefoniert, werden die zusätzlichen Minuten einzeln abgerechnet. Die Pakete lassen sich auch für die Kurzmitteilungen ordern, so dass jeder Kunde genau das Modell wählen kann, dass ihm individuell am weitesten entgegenkommt. Immer mehr in Mode kommt jedoch auch die generelle Flat für alle Funktionen.